Hier werden die Referentinnen und Referenten der aktuellen Tagung mit den Themen vorgestellt. (aktueller Stand: 22.05.2024)

Dr. Sebastian Fischer: Starts wissenschaftlich betrachtet - Neueste Erkenntnisse aus der Forschung

Ein guter Start entscheidet im Wettkampfschwimmen oft zwischen Sieg und Niederlage - und zwar, wie dieser Vortrag zeigen wird, nicht nur auf den Sprintstrecken. Anhang aktueller wissenschaftlicher Erkenntnisse zur Biomechanik von Block-, Rücken- sowie Staffelstarts sollen Schlüsselkomponenten eines effektiven Starts erörtert werden, einschließlich Reaktionszeit, Krafteinsatz und Körperposition.

Jeannette Komma: Die Basics für Starts, Wenden, Tauchphasen in der Grundausbildung

Springen, Gleiten, Tauchen als elementare Grunderfahrungen in Theorie und Praxis

Jeannette Komma, Koordinatorin Lehrwesen des Sächsischen Schwimm-Verbandes, Trainerin B Leistungssport Schwimmen, langjährige, freiberufliche Schwimmlehrerin/-trainerin

In der Grundausbildung, als erste Etappe im langfristigen Leistungsaufbau, wollen wir nicht nur viel Zeit, sondern auch eine hohe Qualität in die „Verpackung“ von methodischen Übungsreihen und Bewegungsaufgaben investieren. So kann es uns noch besser gelingen, die schwimmerischen Grundfertigkeiten, intensiv, variabel und alles andere als „langweilig“ zu entwickeln. Die Trainer*innen im Grundlagentraining können auf diese bereits erworbenen vielfältigen Fertigkeiten, wie beispielsweise das Weit-, Hoch- und gezielte Springen, eine widerstandsarme Körperhaltung im Wasser nach einem kräftigen Abstoß und anschließendem langen Gleitweg, nahtlos aufbauen. Das Erlernen einer guten Start- und Wendetechnik erfordert im Anschluss weniger (Übungs-)Zeit im Wasser, die alternativ für die Entwicklung der konditionellen Fähigkeiten, insbesondere der sportartspezifischen Ausdauer und Schnelligkeit, genutzt kann.

Eine ausgewogene Mischung aus intuitivem und gezieltem Lernen, lösungsoffenen und vorgegebenen Bewegungsaufgaben sowie ein Spiel- und Geräteeinsatz mit hohem Aufforderungscharakter unterstützen nicht nur hervorragend den Lernprozeß sondern machen vor allem richtig viel Spaß! Probiert es bei der anschließenden Praxiseinheit unbedingt selbst aus!

Avery Adams: For Better Underwaters: Progressions and Practical Applications for All Ages

For Better Underwaters: Progressions and Practical Applications for All Ages

The underwater phase is a critical component of competitive swimming, significantly influencing overall performance. This presentation delves into the mechanics and techniques of effective underwater phases, including the streamline position, dolphin kicks, and transitions to the surface. By analyzing current research and elite swimmer practices, Avery Adams will highlight progressions to maximize speed and efficiency underwater for all ages.
 

Jump Training for Better Starts and Turns

This workshop focuses on developing explosive power through targeted jump training. Participants will learn about  key exercises to enhance lower body strength and techniques to improve vertical and horizontal jump performance. Emphasis will be placed on practical, evidence-based methods that athletes and coaches can implement immediately. Attendees will leave with a comprehensive training plan designed to boost explosive power and overall athletic performance.

 

Sportpsychologinnen und Sportpsychologe: Cool bleiben vor dem Start (Vortrag & Praxis-Stationslauf)

Cool bleiben vor dem Start

Einblicke in die Arbeit unserer DSTV-Sportpsychologen


Unsere DSTV-Sportpsychologen Linda Rapp, Tabea Werner und Yannick Romswinckel werden im Einstiegsvortrag zur diesjährigen Jahrestagung zunächst Einblicke in ihre tägliche Arbeit als Sportpsychologen geben und aufzeigen, wie es gelingen kann, vor dem Start die Nerven zu bewahren, fokussiert zu bleiben und mit welchen mentalen Strategien sich Nervosität oder gar Angst reduzieren lassen. Im zweiten Teil werden diese Strategien dann in Form eines Stationslaufs praktisch erprobt. 
 

Dr. Lukas Mundelsee, Regina Senften, Jens Lohaus: Übungsreihen für Staffelstarts, Hock- und Crossover-Wende

Praxis-Stationslauf 2

Übungsreihen für Staffelstarts, Hock- und Crossover-Wende

In diesem Praxis-Stationslauf, bei dem die aktive Teilnahme verpflichtend ist, werden wir an drei Stationen verschiedene Übungsreihen für Starts und Wenden praktisch erproben. An Station 1 stellt Lukas Mundelsee einige Ideen für eine schnelle Hockwende vor, an Station 2 widmet sich Regina Senften der Einführung der Crossover-Wende und an Station 3 zeigt Jens Lohaus Übungen für effektive Staffelwechsel.
 

Ilka Staub und Lucian Betke: JEM und dann? Über prägende Ereignisse und Wendepunkte in den Karrieren von Nachwuchsathlet*innen im Schwimmsport

JEM und dann? Über prägende Ereignisse und Wendepunkte in den Karrieren von Nachwuchsathlet*innen im Schwimmsport
Der Vortrag gibt einen Überblick über die Ergebnisse einer Studie, die sich mit prägenden Ereignissen und Wendepunkten in den Karrieren von Nachwuchsathleten und -athletinnen im Schwimmsport befasst. Ziel der Studie war es, individuelle Ereignisse zu identifizieren und einzuordnen, um Erkenntnisse für die Entwicklung des Schwimmsports in Deutschland zu gewinnen. Die Datenerhebung und -auswertung erfolgte mittels 15 retrospektiver Interviews mit Athleten und Athletinnen, die nach erfolgreicher Qualifikation für internationale Jugend- und Juniorenmeisterschaften nicht den Sprung in die Offene Klasse geschafft haben. Die Ergebnisse liefern wichtige Einblicke in die Herausforderungen und Erfolgsfaktoren für junge Schwimmsporttalente und bieten damit wertvolle Impulse für die Förderung und Betreuung von Nachwuchsathleten und -athletinnen.

Tilla Armstrong: Neurozentrierte Trainingsgrundlagen im Schwimmsport

Neurozentrierte Trainingsgrundlagen im Schwimmsport: 

Der Workshop  soll  in Theorie und Praxis eine Einführung in die Neuroathletik/das neurozentrierte Training geben. Im Zentrum stehen die bewegungssteuernden Instanzen, das Gehirn und das Nervensystem, mit ihren verschiedenen Informationsquellen (z.B. die Sinne), welche den Körper in Bewegung bringen. Ziel des Training ist es, die körperliche Leistung durch gezielte zentrale Aktivierung zu steigern. Der Deutsche Schwimmverband arbeitet bereits erfolgreich mit neuromuskulären Funktionsanalysen und im Training mit neurozentrierten Ansätzen. 

Christian Otto: Alternative Start- und Wendetechniken bei Sportlern mit Behinderung

In diesem Vortrag werden die Anforderungen bei Start und Wende bei Menschen mit Behinderung erklärt. Es soll vor allem Mut machen die Basics zu beherrschen, wie sie die Basics auch bei Personen ohne Einschränkung beherrschen müssen.

Prof. Dr. Christoph Clephas DSTV kontrovers: Wie sinnvoll ist ein "Karriere-Frühstart"?

DSTV kontrovers: Wie sinnvoll ist ein "Karriere-Frühstart"?
Wen fördern und fordern wir wie im Nachwuchs? 
Gemeinsam mit euch möchte ich über den langen Weg vom Lehrschwimmbecken bis zu den olympischen Spielen diskutieren. Meine Veranstaltung wird sich an Leitplanken und Leitfragen orientieren. Wir versuchen Sollbruchstellen des Systems zu identifizieren und schauen, wie wir das bestmögliche aus den Begebenheiten machen. Ich freue mich auf kreative Lösungen und einen spannenden Austausch.